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Digitalisierung: The winner takes it all!

Digitalisierung - ich kann es kaum noch hören. Ist das was Neues? Ein neuer Trend, eine neue Begebenheit. Mittlerweile weiß doch jedes Kind, dass die Digitalisierung seit Jahren in vollem Gange ist. Aber was soll’s? Digitalisierung betrifft mich nicht - die Digitalisierung ignoriere ich einfach. Mein Job ist nicht gefährdet, Menschen wollen immer persönlich beraten werden, einen Klempner braucht es immer, kein Mensch sucht seinen Tierarzt im Internet - ja, gestorben wird immer.

Stimmt und aus. Totschlagargumente - da hilft nichts mehr. Machen wir so weiter wie gehabt. Was kümmert uns die Digitalisierung. Was kümmert uns Kodak.

Es geht nicht um Roboter

Wer noch immer glaubt, er sei von der Digitalisierung nicht betroffen oder wer noch immer der Meinung ist, er könne erst einmal abwarten, der irrt. Und er irrt gewaltig. Digitalisierung ist auch nicht gleichzusetzen mit dem Ersetzen menschlicher Arbeitskraft durch Roboter. Die Digitalisierung kommt leise, fast lautlos daher. Aber sie ist in vollem Gange und sie betrifft uns alle. Wir sind längst mitten drin. Nur tun viele gerne so, als wäre das nicht der Fall.

Es ist nur eine Frage der Zeit - und viel Zeit bleibt nicht mehr. Die Digitalisierung wird die Grenze zwischen arm und reich neu definieren. Die Mittelschicht wird umgekrempelt, alles verändert sich - rasend schnell. Und das tut es bereits, seit Jahren. Ignorieren oder Abwarten gehören jetzt nicht mehr zu den möglichen Optionen. Wer abwartet oder ignoriert, verliert.

Die University of Oxford hat in der Studie „THE FUTURE OF EMPLOYMENT: HOW SUSCEPTIBLE ARE JOBS TO COMPUTERISATION?“  bereits in 2013 einen Verlust von 47% der Arbeitsplätze durch Automatisierung und Digitalisierung prognostiziert. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung kam zwar mit seiner „Übertragung der Studie auf Deutschland“  in 2015 auf abgeschwächte Ergebnisse, beobachtet man aber aufmerksam, wie die Digitalisierung in den letzten 3 Jahren vorangeschritten ist, könnte man - ohne wissenschaftliche Grundlage - aber durchaus zu einem bedrohlicherem Bild gelangen. Denken Sie einmal über folgende Fragen nach.

  • Wann haben Sie das letzte mal Geld am Schalter bei einem Bankmitarbeiter abgeholt?
  • Seit wann gibt es eigentlich das iPhone?
  • Wie oft googeln Sie am Tag?
  • Wie viel Suchanfragen verzeichnet Google pro Tag und wissen Sie wie viel Menschen bei Google arbeiten?
  • Kennen Sie den Börsenwert von Daimler? Kennen Sie auch den von Netflix?
    Wissen Sie wie viel Menschen bei Netflix arbeiten?
  • Glauben Sie, dass das Geschäftsmodell „möglichst viele Menschen brauchen ein eigenes Auto“ noch lange Bestand hat? Was wissen Sie über autonomes fahren?
  • Wissen Sie, dass der Taxi-Dienst-Uber massiv bekämpft und verboten wird? Kennen Sie vielleicht noch Napster und dessen Geschäftsidee?
  • Warum kommt eigentlich keines der gigantischen Digitalisierungsunternehmen aus Deutschland?

Zurück zu den Robotern. Wie gesagt, Digitalisierung ist nicht gleichzusetzen mit dem Verlust von Arbeitsplätzen durch Robotern. Vielmehr werden alternative Geschäftsprozesse geschaffen, die den Menschen indirekt die Arbeitsplätze kosten.

Industrie 4.0 ist keine Digitalisierung

Auch heute noch werden Steigerung der Produktivität und bestehender Produkte als wichtige Ziele der Digitalisierung genannt. Industrie 4.0 und dieser ganze Quatsch. Durch Effizienzsteigerung allein kann das langfristige Überleben nicht gesichert werden. Auch mit schnelleren Zustellung und kostenlosem Briefporto hätte die E-Mail gegen den Brief gewonnen. Die Digitalisierung führt dazu, dass sich Lieferketten verkürzen, mehr im Internet bestellt wird und neue Geschäftsmodelle entstehen. Das hierbei nicht nur die Läden in den Innenstädten auf der Strecke bleiben, sondern ganze Konzerne verschwinden ist keine Panikmache sondern Realität.

Die Gefahr und damit auch gleichzeitig die große Chance ist, dass neue Geschäftsmodelle alte Modelle überflüssig machen können. Das hat es zwar schon immer gegeben, aber durch die zunehmende Digitalisierung gewinnt das ganze enorm an Fahrt und kann innerhalb kürzester Zeit ganze Branchen über den Haufen werfen. 

Es geht um digitale Geschäftsmodelle

Es geht nicht um Roboter und es geht nicht um Produktentwicklung, es geht um digitale Geschäftsmodelle. Abwarten und das traditionelle Geschäftsmodell schützen ist keine Option. Effizienz in der Produktion und ausgereifte Produkte spielen keine Rolle, wenn niemand mehr diese Produkte benötigt weil es zwischenzeitlich eine ganz andere Lösung dafür gibt. Und niemand genau kann vorhersagen was sich durchsetzt uns was noch kommt. Was man jedoch vorhersagen kann ist: Es kommt noch vieles - und es kommt schnell.

Schauen Sie doch unter https://job-futuromat.iab.de einmal nach, wie es um Ihren derzeitigen Job steht. Schon heute sind in den meisten Berufe mehrere Tätigkeiten digital ersetzbar. Sind Sie vielleicht Steuerfachangestellter oder Bankkauffrau? Glauben Sie nicht, dass an Ihrer Stelle in Zukunft ein Roboter sitzen wird? Richtig! Aber Ihre Aufgaben können schon heute zu fast 100% von Computer-Programmen ausgeführt werden. Und die Programme werden immer besser. Kann sich erst einmal eine Branche nicht mehr gegen ein neues digitales Geschäftsmodell wehren - was heute noch zuhauf geschieht (Beispiel Uber) - wird dieses Modell die Branche überrollen. Steuerberater braucht es immer? Richtig, braucht es - aber wie viele? Wer von den knapp 100.000 Steuerberatern bleibt übrig, wenn Computerprogramme günstig und schnell die Arbeit erledigen? Wenn erste Plattformen (und diese entstehen bereits) plötzlich Kunden in Massen anziehen? Augen zu und durch? Wirklich? 

Auf Wiedersehen Mittelstand

Jetzt könnten Sie argumentieren Sie sind Handwerker oder vielleicht Tierarzt. Die braucht es immer und da gibt es nichts zu digitalisieren. Was aber mit dem Tierarzt der online präsent ist, der ein Zusatzangebot etabliert. Der Kunden über das Internet anzieht. Das geht auch im regionalen, in kleinen Landkreisen oder Städten. Da wo sich jetzt noch Tierärzte die Kunden aufteilen, kann es durch einen geschickten Online-Auftritt, durch Schaffung eines neuen, digitalen Geschäftsmodells innerhalb kurzer Zeit zu einer drastischen Verlagerung kommen. Und auch funktioniert die digitale Welt wie bei den großen Platzhirschen. Der, der die beste digitale Strategie, das beste digitale Geschäftsmodell entwickelt, gewinnt. Vielleicht gibt es neben dem Platzhirsch noch ein, zwei weitere die ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen. Und die anderen, die teilen sich den Rest - auf Wiedersehen Mittelstand heisst es dann. „The winner takes it all“.

Sie sind Klempner und kaputte Wasserhähne gibt es immer? Richtig! Die Frage ist, wie lange kommen die Kunden noch zu ihnen wie bisher? Wann gibt es den ersten mit einer digitalen Zusatzleistung, den mit einem digitalen Geschäftsmodell der Kunden anzieht und begeistert. Einem der besser gefunden wird als alle anderen? Das kann noch zwei Jahre dauern, vielleicht noch 5 aber irgendwann kommt einer mit einem digitalen Mehrwert und der wird dann einen Großteil der Kunden auf sich vereinen. Den Rest teilen sich die anderen auf. „The winner takes it all“. So funktionieren digitale Geschäftsmodelle. Es geht nicht darum Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Es geht darum ein digitales Geschäftsmodell zu entwickeln, zu testen, anzupassen, bei nicht funktionieren zu verwerfen, neu zu entwickeln, testen, anpassen. Nur so können Sie rausfinden was funktioniert, was angenommen wird. Was sie zum Platzhirschen macht. 

Werden Sie zum „Winner“. Fangen Sie jetzt an. Nicht morgen - jetzt!

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